Letzte Bearbeitung:
24.03.10
© Alexander Haroske
BMW-Fuhrpark der Familie Haroske:
Restaurierung des E23 735iA (84)
Der E23 wurde von uns 1997 von einem
Renault-Händler gekauft. Er hat 2 Vorbesitzer, wobei ihn der 2. Besitzer nur
einige Monate gefahren hatte.
Den damaligen Zustand würde ich auf 3-4 schätzen.
Renault wollte das Fahrzeug ursprünglich verschrotten - es war ein reiner
Zufall, dass wir das Fahrzeug entdeckt hatten.
Sofort nach dem Kauf ließen wir diverse Sachen bei
BMW erneuern: fast alle Teile der Vorderachse inkl. Bremsen (mit Sätteln),
Auspuff, verschiedene Motoranbauteile, etc. und eine Inspektion II.
Das Fahrzeug bekam auch 4 neue
Reifen auf die neu
lackierten, originalen Felgen.
Karosserie- und Lackarbeiten sollten in den
nächsten Jahren folgen.
Danach wurde der E23 einige Male im Sommer bis
etwa 2000 bewegt und stand dann bis Anfang 2005 in einer trockenen Garage. Der
eigentliche Grund, den E23 wieder zu reaktivieren war der undichte Kühler (es
hatte sich Ende 2004 eine großer Fleck unter dem Auto gebildet).
Natürlich sprang der Wagen nach der langen
Standzeit nicht an (vorher natürlich Kühlwasser nachgefüllt).
Alle folgenden Arbeiten wurden selbst
durchgeführt:
Es wurde dann ein neuer Kühler eingebaut, der
Verteiler und der Verteilerläufer erneuert (beides war verbrannt). Doch der
Motor lief immer noch sehr schlecht.
Eine weitere Fehlersuche ergab, dass diverse
Schläuche im Unterdrucksystem gerissen waren - es wurden kurzerhand sämtliche
Schläuche ausgetauscht. Doch auch dies brachte nur mäßige Besserung.
Der Benzindruckregler und die Benzinleitungen
wurden daraufhin erneuert, da ebenfalls porös. Auch keine Abhilfe.
Letztendlich wurde das Verteilerrohr mit den
Einspritzventilen unter die Lupe genommen - 2 Einspritzventile schlossen nicht
richtig. Beide ausgetauscht und siehe da, der Motor lief problemlos. Darauf
hin wurden noch neue Zündkerzen eingebaut.
Im Oktober 2005 ging es dann zu BMW zur
TÜV-Vollabnahme. Und prompt wurden 2 Durchrostungen an den hinteren
Schwellerecken entdeckt. Diese haben wir dann direkt von BMW schweißen lassen
- was im Nachhineinen ein großer Fehler war, da die Reparatur nicht
ordnungsgemäß durchgeführt wurde und nicht billig war. Das Fahrzeug hatte
darauf hin geschweißte Schwellerecken - die Schweißnähte waren gut zu sehen
(das gefiel uns schon nicht). Aber die TÜV-Untersuchung war mängelfrei.
Bis April 2006 stand das Fahrzeug wieder in der
Garage und es wurden noch einige Arbeiten durchgeführt (Innenraumaufarbeitung,
Reparatur an der Heizung, ...).
Im April 2006 ging es dann zur
Vollrestauration. Eine Komplett-Lackierung war wegen der vielen Beulchen und
Kratzer nötig. Ich habe das Fahrzeug im Mai mit zerlegt - es ist dann in der
18. Kalenderwoche neu lackiert worden.
Die Schweißstellen, die BMW an den Schwellerecken
durchgeführt hatte, wurden nochmals geöffnet. Sie waren katastrophal
verarbeitet (es war kein altes Material beseitigt worden und der teilweise weg
gerostete Steg im Schweller war nicht aufgearbeitet worden. Und das ganze für
rund 700,- Euro.
Weiterhin werden alle 4 Türen erneuert (rostfreie
Gebrauchtteile), da die Alten entweder verbeult oder durchgerostet waren.
Sämtliche Roststellen (vor allem an der A-Säule)
wurden vor dem Lackieren beseitigt. Auf den Bildern sollte man aber eigentlich
alles sehr gut erkennen können.
Beim Zusammenbau erhält das Fahrzeug als
zusätzliche Sonderausstattung: Klimaautomatik, elektrische Fensterheber hinten
mit beleuchteten Schaltern und evtl. den Innenspiegel mit Leseleuchten vorn
(M-Spiegel).
Außerdem wird noch der Kettenspanner der
Steuerkette kontrolliert, alle Flüssigkeiten werden gewechselt und die die
Buchse des elektrischen Eingangs der EH-Automatik wird erneuert (ist etwas
undicht).